Grundannahmen und Ziele der Kirchenpädagogik

Die seit den Anfängen kirchenpädagogischer Praxis entwickelten, zahllosen didaktischen Arrangements und unterschiedlichsten Methoden geben einen Eindruck von der Lebendigkeit und Kreativität und stellen unter Beweis, was als erstes Erkennungszeichen der Kirchenpädagogik bezeichnet werden kann: dass Kirchenführung mehr sein kann als das Rezitieren von toten Zahlen, Namen und Begriffen. 

Doch auch die kreativsten und ganzheitlich angelegten Lernarrangements stehen vor der kirchenpädagogischen Schlüsselfrage, welche Weise und welche Formen zu bevorzugen sind, eine Kirche zu erschließen. Diese Frage stellt sich jedem Kirchenpädagogen / jeder Kirchenpädagogin immer wieder neu – gegenüber Erwachsenen wie gegenüber Kindern und Jugendlichen. 

Neben der Alters- und Milieupassung einer erfahrungsorientiert auf die Zielgruppe zugeschnittenen Erschließung wird in jüngster Zeit vermehrt der nach Phasen (z.B. Annäherung – Darstellung / Vertiefung – Reflexion) zu strukturierende Aufbau einer kirchenpädagogischen Erschließung diskutiert. 

Zudem wird auf die Pädagogik der Kirchenräume selber hingewiesen, in denen Heiligkeitsempfindungen persönlich erfahrbar werden können.